bambuszahnbürste

Zahnbürstenalternativen

Unbezahlte Werbung

Wenn ein Artikel, den wir täglich nutzen und aus hygienischen Gründen regelmäßig austauschen müssen aus Plastik ist, dann fällt logischerweise im Laufe unseres Lebens durch ihn viel Plastik an. Umso besser, dass es immer mehr Alternativen gibt, die teilweise oder sogar ganz kompostierbar sind. Wir haben für euch ein paar Alternativen getestet:

Bambuszahnbürsten

Pro:

+Bambus ist kein Holz, sondern botanisch gesehen ein sehr schnell wachsendes Gras. Und damit kompostierbar und nachhaltig.

Contra:

-Bambuszahnbürsten kommen (fast?) ausschließlich aus China. Dort stehen faire Arbeitsbedingungen, Einhaltung von Arbeitsrechten und ein Bewusstsein für umweltfreundliche Produktion nicht an der Tagesordnung. Beim Kauf einer Bambuszahnbürste würden wir also empfehlen zu recherchieren, ob sich die Firma von der ihr kauft, mit dieser Thematik auseinandersetzt und z.B. selbst schon einmal in China vor Ort war, um sich die Produktionsbedingungen anzusehen. Wie eigentlich immer raten wir dringend davon ab, Produkte von Händlern zu kaufen, die Massenware in China kaufen um für den schnellen Reibach auf der grünen Welle mitzuschwimmen.

-Waren aus China kommen meist per Schiff und beim Transport nach Europa fallen z.B. durch den Antrieb mit Schweröl eine Reihe von umweltschädlichen Stoffen an.

-Die Borsten der Zahnbürste sollten ebenfalls kompostierbar sein, es gibt z.B. Borsten auf Grundlage von Rizinusöl, ansonsten haben sie im Biomüll nichts verloren und der Zahnbürstenkopf muss vor dem Entsorgen abgebrochen werden.

Unser Test: Wir haben verschiedene Bambuszahnbürsten getestet und waren ausschließlich mit den Zahnbürsten von Hydrophil zufrieden. Die Firma aus Hamburg setzt sich mit den Produktionsbedingungen auseinander, spendet einen Teil ihrer Umsätze an Viva on Agua und macht sich auch für Themen wie Feminismus, Veganismus und Gegen Fremdenhass stark. Die Zahnbürsten waren die einzigen, die wir für glatt genug empfunden haben, damit das Putzen kein unangenehmes Gefühl in den Mundwinkeln verursacht. Unsere Zähne waren nach dem Putzen angenehm glatt und die Zahnärztin ist sehr zufrieden (wir nutzen die Hydrohpil-Zahnbürsten jetzt seit 2 Jahren). Außerdem werden die Zahnbürsten plastikfrei verpackt.

Zahnbürsten aus Holz

Pro:

+FSC-zertifiziertes Holz aus Deutschland oder zumindest Europa kommt aus nachhaltiger Forstwirtschaft und hat weniger lange Transportwege hinter sich, als Bambus aus China.

Contra:

-das Gefühl beim Putzen war leider bei allen getesteten Zahnbürsten unangenehm rau.

Unser Test: wir haben keine Zahnbürste gefunden, die sich angenehm in den Mundwinkeln angefühlt habt. Wenn ihr einen Tipp habt: immer her damit!

Miswak-Zweig (auch Swak)

Pro:

+Der Zweig vom Miswak-Baum soll jede Menge natürliche Wirkstoffe beinhalten, u.A. Fluoride und Calcium und Saponine. Dadurch kann man die Zahnpasta weglassen.

+hinterlässt ein unglaublich glattes Gefühl auf den Zähnen, so glatt wird es mit anderen Zahnbürsten selten.

Contra:

-den Miswak-Zweig haben wir nur in Plastik verpackt gefunden, alternativ gibt es aber auch plastikfreie Austauschköpfchen, die in eine Zahnbürste aus z.B. biobasiertem Kunststoff gesteckt werden.

-der Zweig erfordert ein bisschen Übung im Handling (Rinde abschälen, aufkauen, schwer erreichbare Stellen im Mund nicht vergessen). Die Zahnbürste mit Austauschköpfchen ist leichter zu handhaben, aber auch dementsprechend etwas teurer.

-der Zweig riecht und schmeckt am Anfang aufgrund der enthaltenen Tannine sehr gewöhnungsbedürftig. Das gibt sich aber nach 1-2 mal Putzen.

Unser Test: wir sind begeistert von dem Swak-Zweig und ergänzen unsere Zahnpflege mit ihm. D.h. wir putzen mit der Bambuszahnbürste vor und reinigen einmal am Tag schwer erreichbarere Ecken oder Stellen, an denen sich der Zahn nach dem Putzen noch nicht 100% glatt anfühlt mit dem Swak-Zweig.

Habt ihr schon eine Alternative zur Plastikzahnbürste getestet und was war euer Favorit?